Bayerische Hallenmeisterschaften der U16 und U20 am 09.02.2019 in München

Mit den guten Ergebnissen vom Munich Indoor starteten Carolina Divertito, Magdalena Weiß, Nele Speidel und Sarah Berghammer mit Rückenwind bei den Bayerischen Meisterschaften. Ziel war für alle an die persönliche Bestleistung ran zu kommen und so zu den besten Athleten Bayerns zu gehören.

Nele absolvierte mit drei Disziplinen ein komplettes Tagesprogramm in der Altersklasse der W15. Los ging es mit dem 60 m Sprint. Im Vorlauf lief sie mit 8,22 s nahe an ihre Bestleistung heran und qualifizierte sich so für das A-Finale. Eine Stunde später ging es um die Medaillen und Platzierungen, und mit 8,21 s belegte sie einen guten 7. Platz. Gleich im Anschluss begann für sie der Weitsprung. Eine Woche zuvor sprang sie erstmals über 5 m und war somit natürlich wieder das Ziel für die Bayerischen. Dies gelang ihr gleich mehrmals und mit 5,09 m als beste Leistung sprang erneut der 7. Platz heraus. Der abschließende 60 m Hürdensprint war für Nele ihr dritter Hürdenwettkampf überhaupt und das gleich bei den Bayerischen Meisterschaften. Etwas fehlt da noch das Rhythmusgefühl, mit 9,75 s lief sie aber nahe an ihre Bestleistung und belegte am Ende Platz 16.

Im Hochsprungwettkampf der Altersklasse W15 startete Carolina. 1,50 m sprang sie beim Munich Indoor und qualifizierte sich so auf den letzten Drücker für die Bayerischen Hallenmeisterschaften. Nach einem etwas unsicherem Gefühl nach dem Einspringen, kam sie mit jedem Sprung besser in den Wettkampf und übersprang ein einem blitzsauberen Sprung erneut die 1,50 m. Damit stellte sie ihre Bestleistung ein und bestätigte damit ihre Qualifikationsleistung. Dies war gleichzeitig ihre finale Höhe und erreichte so ebenfalls einen guten 7. Platz.

Magdalena startete im Stabhochsprung der W15. In den letzten Wettkämpfen versuchte sie sich mehrmals an den 3 m, die beim Höhepunkt der Wintersaison endlich fallen sollten. Beim Einspringen zeigte sie schon stabile Sprünge und war damit ein Favorit für einen Podestplatz. Bei der Höhe von 2,90 m ging es dann um die Medaillen. Magdalena überquerte diese Höhe im zweiten Versuch und sicherte sich damit mindestens die Silbermedaille. Anschließend lagen erneut die 3 m auf. Im ersten Versuch schaute sie sich die Höhe nochmal an, um sie dann im zweiten Versuch zu überqueren. Überglücklich über diese neue persönlichen Bestleistung reichte diese Höhe für den 2. Platz der Stabhochkonkurrenz.

Ebenfalls im Stabhochsprung, allerdings in der Altersklasse der weiblichen U20, startete Sarah. Eigentlich noch dem jüngen U18-Jahrgang zugehörig, sollte der Wettkampf für sie eine weitere Möglichkeit sein, Stabhochsprung im Wettkampf zu absolvieren. Nachdem Sarah schon beim Munich Indoor 3 m, und damit neue Bestleistung, gesprungen war, sollte es auch diesmal über 3 m gehen. Dahin war es aber ein weiter Weg. Schon bei ihrer Einstiegshöhe von 2,60 m benötigte sie alle 3 Versuche. Mit jedem Sprung kam aber etwas Sicherheit zurück. Am Ende konnte sich Sarah über eine weitere neue Bestleistung von 3,10 m und einen 4. Platz bei den Bayerischen Meisterschaften der U20 freuen.

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Munich Indoor am 02.02.2019

Beim Munich Indoor am 02.02.2019 in München startete die LG 90 mit einem richtig großen Team aus den Altersklassen der U14, U16, U18 und im Erwachsenenbereich. Bei 30 Startern war das Team so groß wie lange nicht mehr und gleichzeitig ein ständiger Gast bei den Siegerehrungen mit gleich mehreren Bestleistungen.

Gleich im ersten Wettkampf des Tages startete Johanna Wach beim Stabhochsprungwettkampf. Nach einer verrückten Idee im Training absolvierte Johanna nach sehr wenigen Trainingssprüngen ihren ersten Stabwettkampf überhaupt. Mit überquerten 1,80 m war somit der Anfang gemacht und konnte damit zu ihrer Mannschaftskameradin Magdalena Weiß auf den 2. Platz des Podests. Magdalena Weiß gewann die Konkurrenz der W15 mit übersprungen 2,90 m und hat gezeigt, dass sie am nächsten Wochenende bei den Bayerischen Meisterschaften die 3 m überqueren kann. Ihr folgten Sarah Berghammer als Gewinnerin in der WU18 mit übersprungen 3 m und Anna-Lena Linke mit 2,80 m als 3. bei der direkt anschließenden Siegerehrung auf das Treppchen.

Gleich dreimal durfte Nele Speidel auf das Treppchen und stand dabei auf jeder Stufe einmal. Den 60 m Hürden Sprint beendete sie mit 9,67 s, was neue persönliche Bestleistung bedeutet, auf dem dritten Platz. Im 60 m Sprint gewann sie, nach absoluter Bestzeit aller Vorläufe, auch das Finale in 9,14 s, was ebenfalls neue Bestleistung ist. Im abschließenden Weitsprung belegte sie, wieder mit Bestleistung von 5,15 m, den zweiten Platz.

Weitere Bestleistungen konnte Julia Vernickel, wU18, im 60 m Sprint und Weitsprung aufstellen. Mit 8,59 s und 4,48 m steigerte sie sich und macht Hoffnung auf den Sommer. Auch Anna-Lena stellte mit 8,70 s über die 60 m eine neue Bestleistung auf. Leon Heinzmann, mU18, schrammte mit 8,02 s nur ganz knapp an der 8,00 s – Marke. Martin Schaumann, derzeit mit Problemen an der Wachstumsfuge an der Ferse, startete nach langer Wettkampfpause und tastete sich langsam wieder an die Wettkämpfe ran.

Den Abschluss spät am Samstagabend auf dem Siegerpodest machte Carolina Divertito. Mit übersprungenen 1,50 m belegte sie den zweiten Platz in der Altersklasse der W15. Mit etwas mehr Glück wäre gleich beim ersten Versuch über die 1,55 m die Latte liegen geblieben. Das Glück wird dafür für die Bayerischen Meisterschaften aufgehoben. Zusätzlich erzielte sie im 60 m Hürden – Sprint wie schon im Hochsprung eine neue Bestleistung.

Ihren ersten Wettkampf in der U16 machten Lily Heinzmann und Valerie Wiedemann. Beide starteten über die 60 m und im Weitsprung. Mit 9,39 s über die 60 m und gesprungen 3,96 m startete Valerie gut in ihr W14-Jahr. Lily hat mit 10,06 s und 3,42 m ebenfalls erstmals Wettkampfluft in der neuen Altersklasse geschnuppert.

Für die U14 war das Munich Indoor nur für den Jahrgang 2006 ausgeschrieben. Deshalb wurde der jüngere Jahrgang 2007 zusammen mit dem Jahrgang 2006 gewertet. Um so höher ist die Leistung von Maximilian Käsweber über die 60 m Hürden zu bewerten. Im 3er-Rhythmus lief er durch den Hürdenwald und erreichte mit 11,02 s das Ziel, was im 2007er Jahrgang für den dritten Platz gerreicht hätte. Mit 11,46 s folgte ihm Alexander Höher, der damit in der inoffiziellen 2007er Wertung auf dem 4. Platz gelandet wäre.

Etwas Pech hatte Simone Braun, W13, in ihrem 60 m Hürdensprint. An der vorletzten Hürde stürzte die Läuferin auf der Nebenbahn und fiel in die Bahn von Simone. Davon beeinträchtigt war der Lauf für sie zwar gelaufen, durfte aber in einem Einzellauf nochmal an den Start. Im einsamen Rennen gegen die Uhr blieb sie dann mit 12,06 s ganz knapp über den 12 s. Etwas besser lief es da für Benita Virag, W13. In einem starken Rennen, ebenfalls im schnelleren 3er-Rhythmus, gewann sie ihren Lauf und guten 11,33 s.

Alle weiteren Ergebnisse der LG 90 sind hier zu finden.

Süddeutsche Hallenmeisterschaften der U18

Am Wochenende des 02./03. Februar 2019 fanden in Frankfurt die Süddeutschen Hallenmeisterschaften der U18 statt. Amélie Unkel qualifizierte sich dafür für die 60 m und die 60 m Hürden und ging an beiden Tagen an den Start.

Am Samstag fanden die 60 m – Sprints der weiblichen U18 gleich zu Beginn des Wettkampftages um 11:00 Uhr statt. Mit einem guten Lauf und Bestleistung von 8,18 s verpasste Amélie nur um eine Hundertstel den angestrebten Zwischenlauf. Am Tag drauf war über die 60 m Hürden auf jeden Fall das Ziel B-Finale. In ihrem ersten U18-Jahr wäre das schon ein toller Erfolg. Mit 9,16 s drückte Amélie ihre Bestleistung und erreichte das B-Finale. Eine Stunde später lief sie mit 9,15 s erneut Bestleistung, bestätigte damit ihre Vorlaufzeit, und erreichte insgesamt einen 13. Platz.

Damit ist die Hallensaison für Amélie beendet und kann sich so langsam auf den Sommer vorbereiten.

Bayerische Hallenmeisterschaften der U18 in Fürth

Die Bayerischen Hallenmeisterschaften der Altersklasse U18 finden schon früh in der Wintersaison statt. Am 26./27.01.2019 starteten Amélie Unkel, Julia Vernickel und Sarah Berghammer in der Quelle Halle in Fürth.

Gleich im ersten Wettkampf des Tages waren Amélie und Julia über die 60 m im Einsatz. Amélie erreicht mit 8,21 s eine neue Bestleistung und qualifizierte sich für den angestrebten Zwischenlauf. Julia erwischte leider einen schwachen Start und verpasste trotz eines guten Laufes die zweite Runde. Bei 60 m hat der Start eine noch größere Bedeutung.

Im Verlauf des Wettkampfes fiel dann leider die Zeitmessanlage mehrmals aus, so dass die verbleibenden Vorläufe der anderen Altersklassen verspätet stattfinden mussten. Dies hatte leider auch Auswirkungen auf den weiteren Wettkampf für Amélie. Zusammen mit Sarah sollte sie am Nachmittag im Stabhochsprung starten. Nachdem der Zwischenlauf vom Veranstalter gestrichen wurde und es so ein A- und B-Finale geben sollte, verzichtete Amélie auf den zweiten Sprint da sie sich nur für das B-Finale qualifiziert hatte. Vorteil war eine störungsfreie Vorbereitung für den Stabhochsprungwettkampf.

Beim Einspringen zeigte Amélie durchaus gute Sprünge, im Wettkampf lies sich das dann nicht umsetzen. Leider musste sie ohne gültigen Versuch bei ihrer Einstiegshöhe den Wettkampf beenden. Sarah hingegen zeigte einen fast blitzsauberen Wettkampf und lag bis zur Höhe von 3 m auf Medaillenkurs. Leider wollten die 3 m wieder nicht fallen und so war auch die Medaille weg. Mit einem vierten Platz erreichte Sarah aber ihre beste Platzierung bei Bayerischen Meisterschaften.

Am zweiten Tag startete Amélie noch im 60 m Hürdensprint. In ihrer Paradedisziplin ist es im Moment allerdings noch ein Experimentieren. Um die erste Hürde perfekt zu erreichen, muss Amélie zurzeit deutlich hinter der Startlinie starten. Durch das Handicap läuft sie von Beginn an dem Feld hinterher. Um so höher ist das erreichen des Finales zu bewerten. Mit einem besseren Finallauf als zuvor erreichte Amélie einen siebten Platz.

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Südbayerische Hallenmeisterschaften in München

Altersklasse U18/Aktive – 13.01.2019

Früh im Jahr und kurz nach den Weihnachtsferien finden die Südbayerischen Meisterschaften für die U18 und Aktiven in München statt. In der U18 traten Amélie Unkel, Julia Vernickel, Sarah Berghammer und Tim Dannheuser an. Im Erwachsenenbereich gingen Dennis Kusian und Dominik Berghammer an den Start.

Die erste Disziplin für die weiblichen Teilnehmer der Altersklasse der U18 war der 60 m Hürdensprint. Sarah, die schon dem älteren Jahrgang angehört, konnte die Trainingsleistung in den Wettkampf übertragen und überquerte alle Hürden im Dreierrhythmus. Mit 10,44 s steigerte sie ihre Bestleistung deutlich. Amélie und Julia hingegen sind neu in der U18 und müssen sich zunächst an die neuen Hürdenabstände gewöhnen. Julia schaffte gleich in ihrem ersten Hürden-Wettkampf überhaupt einen Dreierrhythmus und konnte sich mit 10,48 s knapp hinter Sarah einordnen. Amélie wurde mit 9,29 s Vierte. Allerdings muss bei Amélie der Anlauf zu ersten Hürde komplett neu gestaltet werden. Das kann also noch schneller werden.

Anschließend starteten Amélie und Sarah im Stabhochsprung. Für Amélie, die zurzeit Probleme beim Einstich-Absprung-Komplex hat, reichten 2,60 m zum vierten Platz. Sarah konnte mit übersprungenen 2,90 m aufs Treppchen und belegte den dritten Platz. Gleichzeitig startete Julia über die 60 m und lief mit 8,62 s ganz nah an ihre Bestleistung heran.

Zum Abschluss trat Amélie im Weitsprung an und erreichte mit 4,88 m eine solide Leistung zum Einstieg in die Wettkampfsaison.

Tim, ebenfalls neu in der U18, startete diesmal nur im Weitsprung. Mit 5,66 m belegte er am Ende den 7. Platz, wobei die Sprünge noch nicht am Leistungslimit waren.

Dennis und Dominik begannen den Tages ebenfalls an der Weitsprunggrube. Mit 5,86 m für Dominik und 5,05 m für Dennis können beide im Verlauf des Winters sicher noch weitere Weiten springen. Über die 60 m erwischten beide jeweils schnelle Läufe, weshalb sie mit 7,66 s für Dominik und 7,93 s für Dennis mehr als zufrieden sein können. Am Nachmittag ging Dennis über die 400 m an den Start und erreichte nach 58,35 s das Ziel.

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Altersklasse U16 – 20.01.2019

Eine Woche später startete die U16 in die Wintersaison. Am 20.01 fanden die Südbayerischen ebenfalls in München statt und Carolina Divertito, Johanna Wach, Magdalena Weiß, Nele Speidel und Lukas Linke vertraten die Farben der LG 90.

Carolina startete mit dem 60 m Sprint in den Wettkampf und mit 8,87 s stellte sie sogleich eine neue Bestleistung auf. Im Hochsprung zeigte sie schon beim Einspringen, dass es hoch werden kann. Leider hatte sie etwas Pech, überquerte 1,45 m bedeuten aber ebenfalls Bestleistung und ein guter 6. Platz. Beim 60 m Hürdensprint startete Carolina mit dem falschen Bein, weshalb kein guter Lauf zustande kam. Im Weitsprung wollte dann nichts mehr gelingen. Der Anlauf passte überhaupt nicht und lies sich leider nicht mehr anpassen.

Johanna Wach begann den Wettkampftag ebenfalls mit dem 60 m Sprint. Mit 8,90 s steht bei ihr ebenfalls eine neue Bestleistung zu Buche. Im Hochsprung fehlte dann etwas die Routine aus demr Sommer. Mit 1,35 m war sie nicht ganz zufrieden. Dafür explodierte Johanna beim Kugelstoß. Mit 8,93 m pulverisierte sie ihre alte Bestleistung und erreichte einen guten 7. Platz.

Magdalena Weiß krönte sich früh am Morgen zur Südbayerischen Meisterin im Stabhochsprung. Mit überquerten 2,80 m konnte sie ganz oben auf das Treppchen steigen und qualifizierte sich gleich für die Bayerischen Meisterschaften. Im anschließenden Hürdensprint konnte sie mit einer neuen Bestleistung von 10.41 s aufwarten. Beim abschließenden Weitsprung war aber wie schon bei Carolina der Wurm drin.

Nele Speidel absolvierte ein ausgiebiges Sprintprogramm. Mit Vor-, Zwischen- und Finallauf sprintete sie gleich dreimal die 60 m und belegte am Ende einen guten 6. Platz. Ihre Bestleistung von 8,19 s aus dem Zwischenlauf hätte sogar zu mehr gerreicht. In ihrem ersten 60 m Hürdensprint erzielte sie mit 9,91 s einen starken 7. Platz und kann in beiden Disziplinen auf die Bayerischen Meisterschaften. Der Weitsprung geriet auch bei ihr zu einer mittleren Anlaufkatastrophe.

Seinen aller ersten Leichtathletikwettkampf absolvierte Lukas. Über 60 m qualifizierte er sich mit 8,61 s für den Zwischenlauf. Im Weitsprung sprang er in einem starken Feld mit 4,27 m auf den 10. Platz der Konkurrenz.

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Deutsche Meisterschaften der U16 Leichtathleten in Bochum-Wattenscheid am 18./19.08.

Vor genau einer Woche sind die Europameisterschaften der Leichtathletik zu Ende gegangen. Für viele junge Nachwuchsathleten, die mit den Deutschen Athleten mitgefiebert haben, ist es bis dahin noch ein weiter Weg. Ein Zwischenstopp sind die Deutschen Meisterschaften im Schüler und Jugendbereich. In der Altersklasse der weiblichen W15 und männlichen M15 haben 600 Athleten die Norm für die Deutschen Meisterschaften erfüllt und kämpften am 18. und 19.08. in Bochum-Wattenscheid um die jeweils 16 zu vergebenden Titel.

Amélie Unkel von der LG 90 Ebersberg-Grafing qualifizierte sich mit 12,16 s für die 80 m Hürden. Sie fuhr damit zum ersten Mal auf die nationale Meisterschaft, die doch nochmal eine andere Kategorie als die Oberbayerischen oder Bayerischen Meisterschaften sind. Exakt getaktete Laufzeiten, Aufwärmen ist nur auf dem Aufwärmplatz erlaubt, Callroom-Zeiten vor den Läufen, alles ganz anders als man das kennt und fast so ähnlich wie bei den Profis bei der EM. Entsprechend steigt da die Nervosität an und um der Situation Herr zu werden und auf alles vorbereitet zu sein, war Amélie schon am Vortag im Stadion um Meldezettel abzugeben und die Abläufe einmal gesehen zu haben.

Am Wettkampftag steigt die Aufregung auf dem Weg ins Stadion nochmal an, mit Beginn des Aufwärmprogramms kommt aber doch etwas Routine rein und der Kopf ist mit was anderem beschäftigt. Erst im Callroom und mit dem Einlauf ins Stadion sieht man sich wieder einer neuen Situation ausgesetzt und ist aufgeregter als man dies gewohnt ist. Vor allem wenn man gleich im ersten Vorlauf antritt. Evtl. war die Aufregung aber genau das letzte Quäntchen was Amélie brauchte. Mit der 24. gemeldeten Zeit war das Ziel in erster Linie eine neue Bestleistung und damit evtl. den Einzug ins B-Finale zu schaffen (Aufgrund der geringeren Teilnehmerzahl, wurde auf ein Halbfinale verzichtet und sofort das Finale gelaufen). Hauptaugenmerk lag in den letzten Wochen vor der Meisterschaft auf dem Start und das Anlaufen der ersten Hürde. Amélie setzte dies hervorragend um, kam sofort in den Rhythmus und überquerte als zweite ihres Laufs mit 11,98 s die Zielline. Überglücklich mit dieser deutlichen Leistungssteigerung konnte jetzt geschaut werden, was in den anderen Läufen passiert und für was die Zeit noch reicht. Sicher im A-Finale sind nur die vier Laufsieger. Vier weitere Zeitschnellste komplettieren dann das A-Finale und laufen um die Medaillen, während die folgenden acht Athleten im B-Finale starten. Am Ende war der erste Vorlauf mit Amélie der schnellste und ihre Zeit reichte als achte sogar für das A-Finale. Bei ihrer ersten Teilnahme an nationalen Wettkämpfen steht somit gleich ein Meisterschaftsfinale auf der Habenseite.

Nach einer kurzen Cool-Down – Phase mit Auslaufen und Mobilisierung wurden erstmal die Beine hochgelegt und die Zeit bis zum Finale genutzt um den Akku wieder aufzuladen. Ein verkürztes Aufwärmprogramm reicht anschließend um sich erneut auf den Hürdensprint vorzubereiten. Das Ziel war nun natürlich eine bessere Platzierung als Platz 8. Mit 1 m/s Gegenwind blies der Wind aber kräftig in die falsche Richtung und machte es den Athletinnen nicht einfach. Mit 12,07 s lief Amélie aber wieder eine sehr gute Zeit und erreichte am Ende einen hervorragenden 6. Platz über die 80 m Hürden.

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